Geras barockes Gartenjuwel
Ein ganz besonderes Schmuckstück der Parkanlagen der Otto-Dix-Stadt Gera ist der Küchengarten. Als Küchen- und Nutzgarten 1631 erstmalig erwähnt, diente er zunächst der Versorgung des Schlosses Osterstein, der damaligen Residenz des Fürstenhauses Reuß. Gemäß dem barocken Zeitgeist war der Park streng geometrisch und regelmäßig gegliedert. Um 1730 entstand an der Westseite des Gartens die Orangerie und später um 1902 an der Ostseite das große Jugendstiltheater der Stadt. Über die Jahrhunderte mehrfach umgestaltet und später gärtnerisch vernachlässigt, ließen sich die gartenarchitektonischen Formen kaum mehr erkennen. Im Zuge der Bundesgartenschau wurde der Park nach den historischen Plänen denkmalpflegerisch rekonstruiert, sowie die Brunnenanlage und die Orangerie saniert.
In der Mitte der Wegeachsen befindet sich ein runder Platz mit vielen Bänken. Hier lädt die Springbrunnenanlage mit ihren wechselnden Fontänen die Besucher zum Verweilen ein. Neben dem interessanten Gehölzbestand, wie der 100 Jahre alten Magnolie, finden sich hier mehr als 800 Beetrosen, 300 Zwergrosen, 200 Edelrosen und 70 Rosenstämmchen. Zwischen den Rosen und Buchsflächen leuchtet und duftet von Frühjahr bis Herbst ein wechselndes Blütenmeer aus Frühjahrs- und Sommerflor.
In der Saison 2010 werden auf den Wechselflorbeeten rund um den Brunnen im Frühling 30.000 verschiedenfarbige Tulpen einen Genuss für die Sinne zaubern. Im Sommer werden dann an gleicher Stelle unter anderem Studentenblumen, Spinnenpflanzen, Begonien, Petunien und Zinnien erblühen.
Öffnungszeiten
täglich
April - Oktober: 06:00 - 23:00 Uhr
November - März: 06:00 - 21:00 Uhr











